All you can eat – Teil 1: Essbare Knete zum Selbermachen

Gleich vorweg: Nein, unsere Kinder müssen kein Bastelmaterial verspeisen. Mit großer Zuverlässigkeit werden sie mit vollwer­tiger, überwiegend gesunder Nahrung, möglichst in Bio-Qualität versorgt. In diesem Beitrag liefern wir  einen Beweis dafür — wir haben die Mahlzeiten sogar zusam­men­ge­rechnet.

Da aber unsere Hela beim Basteln, Malen, Lesen… (eehm, also eigentlich immer) alle Sinne mit einbe­zieht, auch oder vor allem den Geschmackssinn, muss der Künstlerbedarf dementspre­chend angepasst werden. Bevor man die fertigen Produkte ausge­sucht hat und deren Zusammensetzung auf die möglichen Schadstoffe, die man natürlich vorher auch recher­chiert hat, überprüft hat, kann man sie oft mit wenig Aufwand aus essbaren Materialien selbst herstellen. In unserer „All you can eat“ – Reihe möchten wir mit euch einige erprobte Rezepte teilen. […]  weiter­lesen

Über Wasser und Liebe und Wasserliebe

Hela erklärt die Welt

Hela ist 3 und hat das Angelman Syndrom. Während gleich­altrige durch die Spielwiesen hopsen, widmet sie sich lieber scharf­sin­nigen Beobachtungen und stellt sich unerschrocken diversen Fragen philo­so­phi­scher Natur. Könnte sie sprechen, würde sie mögli­cher­weise das hier sagen…

Ich mag Menschen — ich mag sie wirklich gerne! Man kann mit ihnen prima kuscheln, Quatsch machen und sie tun viele sehr, sehr spannende Sachen. Was mich aber persönlich am meisten begeistert: sie bestehen aus durch­schnittlich 60 bis 80% Wasser. Das ist wirklich wahr — so viel H2O enthält der mensch­liche Körper je nach Alter und Geschlecht. Und Wasser liebe ich (wie auch die meisten Kinder mit Angelman Syndrom) mit einer ganz beson­deren Liebe. Ich sage mal so: […]  weiter­lesen

Erwachsenwerden mit Karotten

Mama bereitet das Kita-Frühstück für Emil vor. Gerade packt sie Karottenspalten in die Brotzeitdose.
“Mama, warum gibst du mir Karotten?”, will Emil wissen.
“Sie sind lecker und gesund. Sie haben viele Vitamine — die braucht man zum Wachsen”, antwortet Mama.
“Mama, dann pack ein Stück für mich rein und auch für meine Freunde: eins für Paul, eins für Max und eins für Tom.” Mama packt gewis­senhaft 4 Karottenspalten in die Dose.
Als sie am späten Nachmittag die Dose wieder aufmacht, ist ein Stück Karotte übrig.
“Wer hat seine Karotte nicht gegessen?”, fragt sie Emil.
“Paul. Denn er will gar nicht groß werden. Deswegen hat er die Karotte nicht gegessen”, antwortet Emil.
Manchmal gibt es Tage, da wünscht sich Mama, sie hätte Karotten nie gegessen.

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Ostern und der Sechser im Lotto

Vielleicht verbringen wir die nächsten Ostern auf Hawaii oder auf Bali. Warm und weit weg soll es sein – und es kann auch ruhig etwas teurer werden, denn wir rechnen in den kommenden 4 Wochen mit einem 6er im Lotto.

6 Richtige — Eier. Bemalt von Emil (obere Reihe), Hela (unten links) und Mama (unten rechts und in der Mitte).

Während die Ostervorbereitungen bei uns auf Hochtouren liefen, hat sich unsere Tochter an das Tablet heran­ge­schlichen. Ihr müsst wissen, dass sie es noch nicht schafft, Tasten willentlich zu drückenFeinmotorik ist in ihrem Fall noch ziemlich ausbau­fähig. Sie ist eine großartige Denkerin, die prakti­schen Seiten des Lebens (wie mit dem Löffel zu essen, Würfel zu stapeln, Stifte zu halten, um mit ihnen zu malen) inter­es­sieren sie hingegen recht wenig. Sie kann nicht laufen, kann aber dank ihrer Po-Rutsch-Technik schnell an die Sachen heran kommen, die sie unbedingt haben will. Und wenn sie etwas will, scheinen diverse Sperren, die das Tablet vor unerwünschtem Zugriff schützen sollten, unsere Tochter nicht bremsen zu können. […]  weiter­lesen

Paradoxe Intervention

Der Papa verschwindet mit Emil ins Badezimmer zwecks Zähneputzen. Nach einer Weile betritt Mama das Bad und sieht Papa und Emil lässig am Badewannenrand sitzen. Emil verspeist dabei einen Schokoweihnachtsmann. Auf Mamas fragenden Blick antwortet Papa, der im sozialen Bereich tätig ist:

Kein Sorge, alles unter Kontrolle. Ist bloß ‘ne paradoxe Intervention.”

Mama macht die Badezimmertür wieder zu. Manchmal ist es besser nicht alles zu wissen.

Zähneputzen im Rahmen einer paradoxen Intervention.

Das Monster ist weg

Ha! Was die Profis vom techni­schen Support nicht geschafft haben, hat die Mama selbst erledigt! Mamas kennen sich eben mit Monstervertreiben aus. Das fotos­fres­sende Monster wurde von unserer Webseite verscheucht (hoffentlich endgültig) — als Beweis dieses Bild von einer leckeren Eiscreme. Würde da irgendwer wider­stehen können? Könnt ihr das Bild sehen, ist der Fotosfresser weg.

Weg, weg, weg das Monster ist weg! Zur Feier der Stunde: Fotoeiscreme.