Und heute… Sommerloch

Nicht, dass es nichts zu schreiben gäbe… Das Leben ist voller inter­es­santen Themen — in den nächsten Wochen werde ich aller­dings über diese Themen eher nachdenken. Zum Schreiben komme ich in der Ferienzeit sowieso nicht, denn da bin ich erstens mit dem Nachdenken beschäftigt und zweitens wechsle ich mit Papa angesichts mangelnder Kinderbetreuung zur Entertainmentbranche. Nur für ein paar Wochen  haben wir hier morgens Zirkus, abends Theater, dazwi­schen diverse andere Unterhaltungsformate. Habt einen schönen Sommer! […]  weiter­lesen

Die Begrifflichkeiten

Voller Stolz legt Emil auf den Tisch vor der Mama eine selbst gebas­telte Rakete.

Und, wie findest du meine Rakete mit Turbodüsenantrieb?”, fragt er.

Sieht gut aus”, fängt Mama an und wird gleich durch einen missbil­li­genden Blick von Emil gestoppt.

Du wolltest sagen, sie ist VOLL COOL?”, korri­giert er.

Ach, ja, genau. Sie ist VOLL COOL, aber hallo!”, lenkt Mama ein.

Ja, ne? Voll cool mit Turbodüsenantrieb”, freut sich der Sohn und strahlt.

Kinderlieder und die Flüchtlingsdebatte

Vor einiger Zeit haben wir von einer Nachbarin einen Stapel Kinderbücher bekommen. Sie gehörtem ihrem Sohn, der mittler­weile schon über 30 ist – es handelt sich also nicht um Neuerscheinungen. In einem Buch mit Kinderliedern, veröf­fent­licht in 1979, entdeckte ich mit meinem Sohn zwischen „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ und „Backe, backe Kuchen“ die Seite, die ihr auf dem Foto seht. Mit diesem Lied:

Maikäfer, flieg!
Dein Vater ist im Krieg,
deine Mutter ist in Pommerland,
Pommerland ist abgebrannt.
Maikäfer, flieg!

Diese Seite hat mich innerlich zusam­men­zucken lassen. Ich habe aufgehört vorzu­lesen und schnell umgeblättert – Kriege gehören nicht in Kinderliederbücher, dachte ich im ersten Impuls. […]  weiter­lesen

Das Blaulicht

Was ihr hier seht, ist weder eine Kunstinstallation noch eine Aufnahme aus einer Disco. Es ist das Blaulicht eines Krankenwagens vor unserem Balkon. Diesmal leuchtete es nicht für uns, sondern für unsere Nachbarn.

Siebenmal hat uns der Rettungswagen letztes Jahr ins Krankenhaus gebracht. Jedes Mal war unsere Hela in einem elenden Zustand. Fast jedes Mal musste unser Sohn miter­leben, wie seine komatöse Schwester und seine erschro­ckene Mama in dem Rettungswagen verschwanden und wegfuhren. Die Blaulichtfahrten hatten wir immer der Epilepsie in Verbindung mit diversen, teilweise schweren Infekten zu verdanken, mit einer einzigen Ausnahme von akuter Atemnot bei einer Bronchitis. Was Hela über die spekta­ku­lärste Krampfepisode geschrieben hat, könnt ihr hier nachlesen. […]  weiter­lesen

Bastelanleitung: Chupa chups öffnen

Diese Zeichnung von Kura fand Mama schon immer sehr überzeugend. Am Wochenende lieferte das Leben einen Beweis dafür, wie schnell sich Kuras Idee unter Eltern verbreitet hat. Auf einem Sommerfest, an einem Bastelstand für Kinder zufällig gesehen…

Auf Kura zeichnet findet ihr noch viele weitere Lifehacks, die euer Leben verändern werden!

Meine Lieblingsbücher

Hela erklärt die Welt

Hela ist 3 und hat das Angelman Syndrom. Während gleich­altrige durch die Spielwiesen hopsen, widmet sie sich lieber scharf­sin­nigen Beobachtungen und stellt sich unerschrocken diversen Fragen philo­so­phi­scher Natur. Könnte sie sprechen, würde sie mögli­cher­weise das hier sagen…

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Pünktlich 91 Tage nach dem Welttag des Buches wollte auch ich das Thema Literatur wieder aufgreifen. Wie bereits in dem Beitrag Lesen mit allen Sinnen erwähnt, bin ich eine begeis­terte Leserin und glotze Bücher nicht nur an, sondern erlebe sie immer mit allen Sinnen. Meiner Meinung nach eignen sich dazu alle Publikationen. Meine Eltern haben da eine andere Meinung und sehen es äußerst ungerne, wenn ich ihre Bücher oder auch die Bücher von meinem Bruder auf meine Art lese. Das ist aber halb so wild, denn ich habe meine eigene Bibliothek. Hier möchte euch meine aktuelle Best-of-Liste vorstellen – vielleicht findet ihr hier etwas, was auch euren Kindern gefallen wird. […]  weiter­lesen

Die Drohnen und der Weihnachtsmann

Könnt ihr euch erinnern, als man als Kind bereits Wochen vor Weihnachten aus dem Fenster heraus­ge­schaut hat, voller Erwartung, die Nase an die Fensterscheibe geklebt und die Eltern gefragt hat: „Wann, kommt endlich der Weihnachtsmann und legt uns die Geschenke unter den Weihnachtsbaum?“.

Heute kletterte unser Sohn auf das Fensterbrett, schaute voller Erwartung aus dem Fenster, seine Nase klebte an der Fensterscheibe. Dann fragte er: „Mama, wann kommen die Drohnen und legen uns Pakete vor die Tür?“. […]  weiter­lesen

DIY — Abendbrot, vegan

Mama, ich mache das schon!”, sagt Emil mit großer Entschlossenheit, zeigt Mama mit einer theatra­li­schen Geste, dass sie sitzen bleiben soll und stürzt sich in die Küche mit dem „Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss“ – Gesichtsausdruck, um sein Abendessen diesmal SELBST zuzube­reiten.

Nach geschätzten 30 Minuten kommt er mit dem abgebil­deten Kunstwerk zurück: Brot mit Gurke auf Ketchup. Sterneköche, bangt um eure Kochmützen!