Archiv der Kategorie: Emil erklärt die Welt

Piratenschatz

Auf einem Piratenfest ließ unser Sohn einige Goldmünzen aus Plastik mitgehen — scheinbar hat er sich die Ideen der Piraterie sehr zu Herzen genommen. Nun präsen­tiert er Mama die Münzen mit Stolz.

-Guck mal, Mama, alles Gold! Gold ist teuer! Dafür kann man sich sogar einen Quak kaufen, sagt er begeistert und meint damit einen Quad.

Mama denkt, dass das doch goldrichtig ist: einen Quak kriegt man dafür ganz bestimmt.

Die Begrifflichkeiten

Voller Stolz legt Emil auf den Tisch vor der Mama eine selbst gebas­telte Rakete.

Und, wie findest du meine Rakete mit Turbodüsenantrieb?”, fragt er.

Sieht gut aus”, fängt Mama an und wird gleich durch einen missbil­li­genden Blick von Emil gestoppt.

Du wolltest sagen, sie ist VOLL COOL?”, korri­giert er.

Ach, ja, genau. Sie ist VOLL COOL, aber hallo!”, lenkt Mama ein.

Ja, ne? Voll cool mit Turbodüsenantrieb”, freut sich der Sohn und strahlt.

Die Drohnen und der Weihnachtsmann

Könnt ihr euch erinnern, als man als Kind bereits Wochen vor Weihnachten aus dem Fenster heraus­ge­schaut hat, voller Erwartung, die Nase an die Fensterscheibe geklebt und die Eltern gefragt hat: „Wann, kommt endlich der Weihnachtsmann und legt uns die Geschenke unter den Weihnachtsbaum?“.

Heute kletterte unser Sohn auf das Fensterbrett, schaute voller Erwartung aus dem Fenster, seine Nase klebte an der Fensterscheibe. Dann fragte er: „Mama, wann kommen die Drohnen und legen uns Pakete vor die Tür?“. […]  weiter­lesen

Erwachsenwerden mit Karotten

Mama bereitet das Kita-Frühstück für Emil vor. Gerade packt sie Karottenspalten in die Brotzeitdose.
“Mama, warum gibst du mir Karotten?”, will Emil wissen.
“Sie sind lecker und gesund. Sie haben viele Vitamine — die braucht man zum Wachsen”, antwortet Mama.
“Mama, dann pack ein Stück für mich rein und auch für meine Freunde: eins für Paul, eins für Max und eins für Tom.” Mama packt gewis­senhaft 4 Karottenspalten in die Dose.
Als sie am späten Nachmittag die Dose wieder aufmacht, ist ein Stück Karotte übrig.
“Wer hat seine Karotte nicht gegessen?”, fragt sie Emil.
“Paul. Denn er will gar nicht groß werden. Deswegen hat er die Karotte nicht gegessen”, antwortet Emil.
Manchmal gibt es Tage, da wünscht sich Mama, sie hätte Karotten nie gegessen.

 […]  weiter­lesen

Windelgeflüster

Mama beim Wickeln. Emil sitzt daneben, reagiert aber auf Mamas Fragen nicht. Mama fragt noch mal lauter nach und kriegt die Antwort:

Mama, es stinkt hier so, dass ich nichts hören kann!”

Wickeln ist nichts für schwache Nerven.

Windel und Licht — eine der ersten Kunstinstallationen von Emil aus dem Jahr 2016.

Nur mit Papa

Mama, können wir einen Steinklotzosaurus Rex bauen?“

Was sollen wir bauen?!“

So einen Bausteinklotzosaurus Rex. Mit Batterien und Fernbedienung, der so läuft /hier folgt die Vorführung, wie der Steinklotzosaurus laufen soll/, mit dem Kopf schüttelt und „Roaaaar“ macht!“

Ich weiß nicht, wie das geht. Dafür muss man ziemlich viel lernen. Wenn du größer bist, kannst du Maschinenbau oder Robotik studieren, da lernst du, wie das geht und kannst selbst einen Klotzosaurus bauen.“ […]  weiter­lesen

Das Leben ist ein Abenteuer

Abends am Esstisch nach einem langen und harten Novembertag, an dem auch wirklich das Meiste schief­ge­laufen ist, was schief­laufen konnte.

Was für ein Leben“, stöhnt der erschöpfte Papa.

Nein, Papa. Man sagt: Was für ein Abenteuer“, berechtigt ihn Emil.

Das Leben in der Familie — immer ein Abenteuer.

Schnullerkette, die Emil für seine Schwester um einige wichtige Dinge ergänzt hat

Schlafen bis der Frühling kommt

Familie sitzt am Tisch und schaut beim Frühstück aus dem Fenster. Nach vielen wunder­schönen, warmen und sonnigen Tagen ist es heute kalt, dunkel und regne­risch. Der heftige Wind bläst die Blätter von den Bäumen.  

Ist heute Herbst?“ will Emil wissen und kriegt eine bejahende Antwort.

Wir haben heute so lange geschlafen,“ meint er daraufhin, „so lange, dass es Herbst wurde.“

Die Idee eine Jahreszeit zu verschlafen, erscheint der Mama ziemlich attraktiv: Zum Beispiel die Hauptsaison für Infekte. […]  weiter­lesen

Yeti beruflich

Mama, Papa, Hela, Emil, Oma und Opa sitzen mittags auf einer Aussichtsterrasse hoch in den Bergen. Um uns herum ragen in den Himmel die bereits schnee­be­deckten 1000-er und 2000-er. Opa erzählt Emil von dem Schneemenschen – Yeti. Emil versucht ihn mit seinem Fernglas zu erspähen.
„Und, hast du ihn entdeckt?“, fragt Opa.
„Nein, der ist nicht da. Der hatte bestimmt Nachtschicht und schläft jetzt.“
„Ach so? Und was macht der Yeti so beruflich?“, will der Opa wissen.
„Ich glaube, der kann ein bisschen stricken“, antwortet Emil mit voller Überzeugung. […]  weiter­lesen