Archiv der Kategorie: Mama erzählt

All you can eat – Teil 1: Essbare Knete zum Selbermachen

Gleich vorweg: Nein, unsere Kinder müssen kein Bastelmaterial verspeisen. Mit großer Zuverlässigkeit werden sie mit vollwer­tiger, überwiegend gesunder Nahrung, möglichst in Bio-Qualität versorgt. In diesem Beitrag liefern wir  einen Beweis dafür — wir haben die Mahlzeiten sogar zusam­men­ge­rechnet.

Da aber unsere Hela beim Basteln, Malen, Lesen… (eehm, also eigentlich immer) alle Sinne mit einbe­zieht, auch oder vor allem den Geschmackssinn, muss der Künstlerbedarf dementspre­chend angepasst werden. Bevor man die fertigen Produkte ausge­sucht hat und deren Zusammensetzung auf die möglichen Schadstoffe, die man natürlich vorher auch recher­chiert hat, überprüft hat, kann man sie oft mit wenig Aufwand aus essbaren Materialien selbst herstellen. In unserer „All you can eat“ – Reihe möchten wir mit euch einige erprobte Rezepte teilen. […]  weiter­lesen

Ostern und der Sechser im Lotto

Vielleicht verbringen wir die nächsten Ostern auf Hawaii oder auf Bali. Warm und weit weg soll es sein – und es kann auch ruhig etwas teurer werden, denn wir rechnen in den kommenden 4 Wochen mit einem 6er im Lotto.

6 Richtige — Eier. Bemalt von Emil (obere Reihe), Hela (unten links) und Mama (unten rechts und in der Mitte).

Während die Ostervorbereitungen bei uns auf Hochtouren liefen, hat sich unsere Tochter an das Tablet heran­ge­schlichen. Ihr müsst wissen, dass sie es noch nicht schafft, Tasten willentlich zu drückenFeinmotorik ist in ihrem Fall noch ziemlich ausbau­fähig. Sie ist eine großartige Denkerin, die prakti­schen Seiten des Lebens (wie mit dem Löffel zu essen, Würfel zu stapeln, Stifte zu halten, um mit ihnen zu malen) inter­es­sieren sie hingegen recht wenig. Sie kann nicht laufen, kann aber dank ihrer Po-Rutsch-Technik schnell an die Sachen heran kommen, die sie unbedingt haben will. Und wenn sie etwas will, scheinen diverse Sperren, die das Tablet vor unerwünschtem Zugriff schützen sollten, unsere Tochter nicht bremsen zu können. […]  weiter­lesen

Die Entwicklungsgespräche

Auch Kinder mit Behinderung sollen ganz normal an den sogenannten Us – den Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen. Die Untersuchungen sind im Fall von unserer Hela wirklich sehr hilfreich, nur verlaufen sie jetzt immer ganz anders, als sie das bei Kindern ohne Behinderung tun. Bei der U7a letzte Woche dauerte es vielleicht 5 Minuten, Helas Entwicklungsschritte zu besprechen. Die restliche Zeit des andert­halb­stün­digen Termins beschäf­tigten wir uns mit den medizi­ni­schen Problemen der letzten Monate. […]  weiter­lesen

Alltagsrückstände. Was der Abfall über uns aussagt.

Irgendwann mal habe ich gelesen, dass Paparazzi Mülltonnen der Prominenten durch­wühlen, um an persön­liche Informationen über die VIPs zu kommen. Der Abfall sagt ja schon einiges über eine Familie aus… Dieses Bild zeigt, was ich IN unserem Sofa vor einigen Tagen gefunden habe. Es zeigt, dass bei uns unmiss­ver­ständlich Kinder wohnen – davon eins mit beson­deren senso­ri­schen Bedürfnissen.

Auf dem Foto zu sehen: Reis- und Buchweizenkörner – mit denen wir ursprünglich mit unserem Sohn die selbst­ge­bas­telten Jonglierbälle befüllen wollten. Letzten Endes befüllten wir damit und mit den Riesenbohnen ein Bällebad für unsere Tochter. So hatten beide Kinder jede Menge Spaß und so landete auch jede Menge von den Körnern in unserem Sofa. Auch zu sehen Luftschlangen und Fetzen von Luftballons – von unserem hausin­ternen Fasching (der Fasching in der Kita ist ja für uns ausge­fallen). Gummibärchen gehören zu unserem Zuhause einfach dazu – ohne Gummitiere wäre das Leben unserer Hela nicht denkbar. Mit dem Bleistift versuchte Mama sich ein paar Notizen in dem spannenden Buch über die mensch­liche Wahrnehmung „Anders sehen“ von Beau Lotto zu machen. Wie ihr euch denken könnt, ist sie nicht besonders weit damit gekommen: Fasching, Körnerbad und so… Und das Aufräumen danach… […]  weiter­lesen

Infektparade

Meine Damen und Herren, wie in den Jahren zuvor findet auch dieses Jahr pünktlich zur Faschingszeit die tradi­tio­nelle, spekta­kuläre und einzig­artige Infektparade bei der Familie H. statt! Hier berichten wir exklusiv für Sie von diesem eindrucks­vollen Spektakel!

Dieses Jahr wird der Umzug von unserem Spezialgast Königin Influenza eröffnet! Da kommt sie schon. Was für ein Auftritt, meine Damen und Herren: Influenza zwingt den Papa in die Knie und lässt ihn zittern, wie ein Blatt im Wind. Auch der kleinen Hela winkt sie zu, wirft ihr einige Epilepsie-Bonbons zu und bestreut alles reichlich mit Fieber-Konfetti. Und da sehen wir… Ist das zu glauben, meine Damen und Herren, da kommt tatsächlich auch Keuchhusten. Das Kind wurde zwar geimpft – das Nachbarskind aber nicht — ha, ha, ha! Das nicht geimpfte Kind, steckt das geimpfte Kind an ohne selbst krank zu sein: Was für eine drama­tische Wendung! Trotz der Impfung regnet es glitzernde Hustensalven, die Entzündungswerte gehen ab durch die Decke! Spektakulär!!! Sehen wir da schon das Blaulicht des Krankenwagens, erklingt da schon das melan­cho­lisch-drama­tische Auf und Ab des Martinhorns? Nein, noch nicht? Vielleicht beim nächsten Infekt. […]  weiter­lesen

International Angelman Day

Am 15.02. ist International Angelman Day. An diesem Tag feiern wir nicht das Syndrom,  sondern machen darauf aufmerksam – und auf die Menschen die davon betroffen sind, wie unsere Tochter Hela. Gleichzeitig würdigen wir die Arbeit von so vielen Personen, die sich unermüdlich dafür einsetzten, dass es unseren Kindern besser geht. Sie sind meistens keine einfluss­reichen Besserwisser, sondern eher die Helden des Alltags, die neben der üblichen Verpflichtungen noch Zeit dafür finden, verläss­liche Informationen zum Syndrom zu sammeln und zu verbreiten, neue Studien anzubahnen und durch­zu­führen, Geld für diese zu akqui­rieren und nebenbei noch Fragen von Angelman-Eltern zu beant­worten. […]  weiter­lesen

Fasching — nicht mein Ding!

Ein Rückblick über 3 Jahre Faschingsmisserfolgen

Bevor die Kinder zur Welt gekommen sind, war Karneval eine Option. Ich konnte daran teilnehmen oder auch nicht. Meistens blieb es bei „oder auch nicht“. Seit unser Älterer seine Krippenlaufbahn angetreten ist, gehört Fasching zur Kategorie „Pflichtveranstaltung der beson­deren Art“. Jedes Jahr scheitere ich aufs Neue in puncto Faschingsvorbereitung mehr oder weniger spekta­kulär. Meistens bleibt es bei „mehr“.

Was bei anderen Eltern so ganz mühelos aussieht (lachende Kinder verkleidet als süße Bienchen, kecke Piraten oder perfekt ausge­stattete Feuerwehrmänner UND der leckerste und schönste Kuchen aller Zeiten für den Kita-Fasching gebacken) stellt meine Nerven alljährlich auf eine harte Probe. Bin ich der einzige Fasching-Loser auf diesem Planeten? Vielleicht findet sich unter den LeserInnen noch jemand, der/dem es ähnlich geht… Um mir und vielleicht auch noch anderen Verzweifelten Trost zu spenden, fasse ich hier die Geschichten der letzten 3 Jahren der Karnevalsmissgeschicke zusammen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen, nur her damit!

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4770 Mahlzeiten — Gut gemacht! Was Eltern richtig machen.

Dieser Beitrag ist ein Teil der Blogparade #gut gemacht von Mama on the Rocks. Hier könnt ihr nachlesen, was die anderen Elternblogger zu diesem Thema schreiben.

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4770 Mahlzeiten. Ungefähr so viele Mahlzeiten haben wir unserer bald 3-jährigen Tochter serviert. Manche hat Papa zubereitet, viele wurden von Dirk Rossman, Klaus Hipp oder deren Küchengehilfen gekocht, die meisten wurden von mir aufge­tischt. Dazu kommt noch: 11 Monate lang war ich die Mahlzeit, denn in der Stillzeit wurde für den Großteil der Mahlzeiten mein Körper direkt angezapft. Bei unserem 4,5 Jahre alten Sohn haben wir die Berechnungen wegen der zu vielen Variablen sein lassen (Krippe, Kita, Abwesenheiten in der Kita wegen Krankheiten etc). […]  weiter­lesen

Alles für die Kinder — Eltern auf dem Weihnachtsmarkt

Weihnachten steht vor der Tür. Überall herrscht rot-grüne Heiterkeit mit einer mächtigen Prise Glitzer. Bei uns im Münchner Süden ist es die Zeit der vielen kleinen Weihnachtsmärkte – jede Ortschaft hat ihren eigenen Weihnachtsmarkt, der nur an einem bestimmten Adventswochenende statt­findet. Die Märkte haben durch ihren lokalen Charakter wirklich sehr viel Charme. Es duftet hier tatsächlich eher nach Tannenzweigen als nach China-Ware. An vielen Ständen kann man lokale Produkte und lokales Handwerk kaufen. Oft sind auch die lokalen Vereine, die Feuerwehr oder die Kindergärten vertreten, die die Weihnachtsstimmung nutzen, um ihre Kasse aufzu­füllen. Was man auf dem Metzger-, Holzschnitzer- oder Bäckerstand kaufen kann, ist ziemlich klar. Die Frage was ein Kindergarten oder ein Hort verkaufen könnte, lässt einen grübeln. Sklavenhandel ist ja nicht nur abscheulich, sondern auch streng verboten. Dieses Jahr werden zum ersten Mal unsere beiden Kinder in einer Kita bzw. Krippe betreut und ich habe mich mit der obigen Frage gründlich ausein­ander gesetzt. Jetzt habe ich endlich das Gefühl das Verkaufsprinzip der Kindergärten, Krippen und ähnlichen Einrichtungen auf Weihnachtsmärkten durch­schaut zu haben. […]  weiter­lesen